Navigation

News

“The world's largest cemetery of the clergy”. Polish clergy in KL Dachau.

 

The extermination of the clergy was part of the Reich’s policy aimed at denationalizing German-occupied countries. KL Dachau became the center of the extermination of the clergy. Among about 2,800 priests imprisoned there, Poles constituted the largest group (1,780).

868 Polish priests lost their lives in inhuman conditions.


The camp reality of the clergy

Transports with Polish clergy arrived in Dachau from April 1940 until the end of the year. Due to their nationality, Polish clergymen were classified as political prisoners. They were housed in barracks No. 28 and 30, closest to the crematorium. As a result of the Vatican's intervention, from January 1941, they were able to attend Mass. However, they were quickly deprived of this privilege.

In September 1941, the camp authorities made the carrying out of religious practices dependent on one’s name being included in the German nationality list. Not a single priest consented, which earned the clergy great respect among the fellow prisoners. In response, Polish priests were banned from celebrating Holy Mass. Pastoral services, praying, possessing objects of worship as well providing spiritual aid to prisoners were also forbidden. Nonetheless, they organized clandestine Holy Masses and offered their support to the dying ...


Permanent hunger

Unimaginable hunger was one of the biggest burdens of camp life. “Knowing that I will not be able to relieve this hunger neither tomorrow, nor the day after tomorrow, nor in a week, created a hopeless situation” – Bishop Ignacy Jeż recalled. “I talk about hunger in a concentration camp so often because it was one of the cruel ways of killing people”, emphasized one of the survivors Fr. Aleksander Konopka and added: “To this day, I can still recall those moments when the body is struggling to survive”.

Some people’s bodies were so bloated due to starvation that they couldn't move. Many weighed about 40 kg. The situation improved slightly after October 1942, when the prisoners could receive parcels. Soon, they organized a camp charity organization, sharing the gifts they had been sent. They also resigned from their rations of camp bread in order to leave more for those who did not receive parcels.

 

Deadly work, punishments and experiments

The inscription Arbeit macht frei (Work sets you free) hung above the gate in KL Dachau. What it actually meant was death. Polish priests were forced to work beyond human endurance. They died on plantations adjacent to the camp. They were harnessed like draft oxen to wagons, harrows and plows when cultivating land, removing snow from the camp, and even to the roller kneading the road. They were appointed to the hardest labor, including work in the quarries in Gusen – a branch of KL Dachau called the “final solution”.

They died of exhausting work, starvation, cold, illnesses and as a result of violence. They were beaten and punished for everything. They underwent lethal pseudo-medical experiments. The “Invalids” (those unable to work) were transported to gas chambers. Many were gassed in specially adapted cars.

 

Sanctifying suffering


Despite the inhuman conditions at the camp, Polish priests performed heroic deeds. Although they were reduced to being mere worthless numbers, they did not lose their human dignity and sensitivity to other people. Many of them devoted their lives to serving the sick and dying. Some of them were officially deemed “Blessed” by the Catholic Church.

830 Polish priests survived until their release from the camp on 29 April 1945.They gave testimony to the hell they experienced at the camp, as well as the holiness of those whose ashes remained in Dachau. During a Mass celebrated on the 50th anniversary of the liberation of the camp, the Archbishop of Munich Cardinal Friedrich Wetter called Dachau “ the world's largest cemetery of the clergy”, stressing that: “Poles made the greatest sacrifice”.

Łucja Marek Ph.D., IPN

 

***

 

"Der größte Priesterfriedhof der Welt"

Polnische Geistliche im KL Dachau

 

Die Ausrottung des Klerus war ein Teil der deutschen Politik der Entnationalisierung der besetzten Länder. Das Hauptzentrum der Vernichtung des Klerus wurde KL Dachau. Unter den etwa 2800 dort inhaftierten Priestern waren Polen in der Anzahl von 1780 die größte Gruppe. Unter unmenschlichen Bedingungen verloren ihr Leben 868 polnische Priester.

 

Priester in der Lagerwirklichkeit

Von April 1940 bis Ende des Jahres kamen in Dachau Transporte mit polnischen Geistlichen an. Als Polen wurden sie zu den politischen Gefangenen gezählt. Sie wurden in den Baracken 28 und 30 untergebracht, die dem Krematorium am nächsten gelegen sind. Infolge der Intervention des Vatikans konnten sie ab Januar 1941 an der Messe teilnehmen, doch wurde ihnen dieses Privileg schnell wieder entzogen.

            Im September 1941 machte die Lagerleitung die Religionsausübung polnischer Priester abhängig von ihrer Eintragung in die Liste der deutschen Staatsangehörigkeit. Niemand meldete sich an, sie gewannen den Respekt der Gefangenen dafür. Als Reaktion darauf wurde polnischen Priestern verboten, die Messe zu feiern, das Brevier und Gebete zu sprechen, Kultgegenstände zu besitzen und Gefangenen geistlichen Beistand zu leisten. Trotzdem organisierten sie ein verstecktes religiöses Leben. Sie feierten heimlich die Messe, unterstützten die Sterbenden...

 

Ständige Hungersnot

Einer der größten Kummer des Lagerlebens war der unvorstellbare Hunger. "Wissend, dass ich weder morgen, noch übermorgen, noch in einer Woche den Hunger, der verdaut das Innere, mit irgendetwas nicht stillen kann, eine hoffnungslose Situation schafft", erinnerte Bischof Ignacy Jeż. "Ich spreche so viel über den Hunger in einem Konzentrationslager, weil das eine der grausamsten Arten war, einen Menschen zu töten.“ - betonte der gerettete Priester Aleksander Konopka und fügte hinzu: "Ich fühle noch immer diese Momente, wenn mein Körper um das Leben kämpfte".

Einige waren vom Hunger so angeschwollen, dass sie sich nicht bewegen konnten. Viele wogen etwa 40 kg. Nach Oktober 1942, als sie Pakete empfangen konnten, verbesserte sich die Situation ein bisschen. Bald organisierten sie "Caritas" im Lager, teilten ihre Gaben und verzichteten auf die Zuteilung von Lagerbrot für diejenigen, die keine Pakete hatten.

 

Tödliche Arbeit, Bestrafung und Experimente

            Die Inschrift „Arbeit macht frei“ hing über dem Tor im KL Dachau. Tatsächlich brachte sie den Tod in sich. Polnische Priester wurden gezwungen, verschiedene Arbeit über ihre Kräfte auszuüben. Sie starben auf Feldern in der Nähe des Lagers. Sie wurden wie Ochsen an die Wagen, Eggen und Pflüge angespannt. Sie haben Schnee aus dem Lager entfernt und die Straße mit der Straßenwalze gedrückt. Sie wurden mit den schwersten Arbeiten beauftragt, unter anderem zum Steinbruch in Gusen, einer Niederlassung des KL Dachau, die als "Endlösung" bezeichnet wurde.

            Sie starben an Erschöpfung von harter Arbeit, Hunger, Kälte, Krankheiten und Gewalt. Sie wurden geschlagen und für alles bestraft. Sie wurden pseudo-medizinischen Experimenten unterzogen. "Invaliden" (arbeitsunfähig) wurden in die Gaskammern transportiert, und viele wurden auf dem Weg in speziell angepassten Autos vergast.

 

Heiliges Leiden

            Polnische Priester haben unter den unmenschlichen Bedingungen des Lagers Heldentaten vollbracht. Obwohl sie auf eine wertlose Zahl reduziert wurden, verloren sie nicht ihre Menschenwürde und Sensibilität für andere. Viele von ihnen widmeten ihr Leben dem Dienst an den Kranken und Sterbenden. Einige von ihnen wurden zu den Seligen der katholischen Kirche gezählt.

            Den Tag ihrer Entlassung aus dem Lager, dem 29. April 1945, erlebten 830 polnische Geistliche. Sie legten das Zeugnis von der Lagerhölle als auch von der Heiligkeit derer ab, deren Asche dort in Dachau verblieb. Während der Messe zum 50. Jahrestag der Befreiung des Lagers nannte der Erzbischof von München, Kardinal Friedrich Wetter, Dachau "den größten Priesterfriedhof der Welt" und betonte dabei, dass: "Das größte Opfer die Polen brachten".

Łucja Marek, IPN

go up