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A painful reckoning with the conscience of mankind.

There is a list of  words which can be used to describe the immensity of the atrocities and crimes committed by the German occupier during World War II. Auschwitz is one of the top words on that list. Eighty years ago on 14 June 1940 the first transport of 728 political prisoners from Tarnów was brought to the German concentration camp established in Oświęcim in the Polish territories annexed by the Third Reich. It is on that day that we celebrate the National Remembrance Day for Victims of the German Nazi Concentration and Extermination Camps.

From the outbreak of the war on 1 September 1939, German aggression on Poland was marked by crimes: raids on defenseless cities, executions of civilians and prisoners of war, the burning down of towns and villages ... “Kill men, women and children of Polish descent and Polish speech without mercy,” Adolf Hitler instructed. According to his order, social and political activists, officials, teachers, clergy, Silesian and Greater Poland insurgents were murdered, because “only a nation whose elites have been destroyed can be pushed into the role of a slave.” In the first months of occupation, Wehrmacht soldiers, members of the Einsatzgruppen, and Selbstschutz murdered tens of thousands of people as part of Intelligenzaktion and AB-Aktion.

However, German terror did not break the will of Poles to resist. Prisons continued to fill up with members of the emerging underground organizations who were not captured in the first weeks of occupation. Apart from increasing repressions, the Germans decided to implement other methods. In April 1940, the Reichsführer SS Heinrich Himmler ordered the establishment of the Auschwitz concentration camp. It was to be yet another camp alongside Stutthof, Dachau, Sachsenhausen, Mauthausen, etc. Their names conjured up terrifying images, but it was Auschwitz which, with time, became a symbol of the hell on earth to which  the Germans condemned so many people during World War II.

Apart from Poles, representatives of several dozen other nations were also sent to Auschwitz. They were subjected to bestial torture and brutal killing methods ranging from slave labor to beating and pseudo-medical experiments. The construction of the Birkenau camp in nearby Brzezinka began in the autumn of 1941. It became the site of the mass extermination of the Jewish population.

Evil did not ultimately prevail behind the barbed wire. There were people ready to form underground resistance in the camp among them members of the first transport. Witold Pilecki, prisoner No. 4859, volunteered to be arrested and as a result found himself in Auschwitz in September 1940. He became the symbol of resistance. The road to holiness also led through this terrible place. Father Maximilian Maria Kolbe, who sacrificed his life for a fellow prisoner, or St. Teresa Benedicta of the Cross, the name taken by the German philosopher Edith Stein. “How many similar victories have taken place here” ? asked John Paul II when in 1979, he came to the place where "reckoning with the conscience of humanity" was still ongoing, a place where one must “think with fear of how far hatred can go.”

We are still asking ourselves how in the world it was  possible for the nation of Dürer and Bach, the nation which built cathedrals in Aachen and Cologne, to commit such crimes. The prisoners also asked themselves this question. After many years had passed, the Pope from Germany, Benedict XVI attempted to find the answer. Looking at the faces of the victims, he said: “They jar our memory, they touch our hearts. […]desire is to help our reason to see evil as evil and to reject it; their desire is to enkindle in us the courage to do good and to resist evil. They want to make us feel the sentiments expressed in the words that Sophocles placed on the lips of Antigone, as she contemplated the horror all around her: my nature is not to join in hate but to join in love.”

Let the following texts serve this purpose.

 

Jarosław Szarek

President of the Institute of National Remembrance

 

 

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Abrechnung mit dem Gewissen der Menschheit

 

Es gibt ein paar Worte, um die unermessliche Grausamkeit und Kriminalität der deutschen Besatzer während des Zweiten Weltkriegs zu beschreiben. Auschwitz öffnet diese Liste. Vor achtzig Jahren, am 14. Juni 1940, wurde der erste Transport von 728 politischen Gefangenen aus Tarnów in das deutsche Konzentrationslager in Oświęcim gebracht, das auf den polnischen Gebieten, die ins Dritte Reich einverleibt wurden, eingerichtet wurde. An diesem Tag begehen wir den nationalen Tag des Gedenkens an die Opfer der deutschen nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslager.

 

Die deutsche Aggression gegen Polen am 1. September 1939 war vom ersten Tag an durch folgende Verbrechen gekennzeichnet: Luftangriffe an wehrlosen Städten, Hinrichtungen von Zivilisten und Kriegsgefangenen, Niederbrennen von Dörfern, Städten... "Männer, Frauen und Kinder polnischer Herkunft und polnischer Sprache ohne Gnade und Mitleid zu töten". - rief Adolf Hitler auf. Seinem Befehl zufolge begannen soziale und politische Aktivisten, Beamte, Lehrer, Geistliche, schlesische und großpolnische Aufständische ermordet zu werden, denn "nur die Nation, deren Führungsschichten zerstört werden, kann in die Rolle von Sklaven gedrängt werden". Die Wehrmachtssoldaten, Angehörige der Einsatzgruppen sowie des Selbstschutzes erschossen mehrere zehntausend Menschen während der ersten Monaten der Besatzung im Rahmen der Intelligenzaktion und der Operation "AB".

Der deutsche Terror hat jedoch den Widerstandswillen der Polen nicht gebrochen. Die Gefängnisse füllten sich immer noch mit Mitgliedern der entstehenden Untergrundorganisationen, die in den ersten Wochen der Besatzung nicht gefangen genommen wurden. Um die Repression zu verstärken, beschlossen die Deutschen, ein anderes Mittel einzusetzen. Im April 1940 gab der Reichsführer SS Heinrich Himmler den Befehl zur Errichtung des Konzentrationslagers Auschwitz. Er sollte sich den schon bestehenden anschließen: Stutthof, Dachau, Sachsenhausen, Mauthausen... Ihre Namen erregten bereits Entsetzen, aber mit der Zeit sollte Auschwitz zu einem Symbol der Hölle auf Erden werden, die die Deutschen den anderen Menschen im Zweiten Weltkrieg vorbereitet haben.

Neben Polen waren dort Vertreter von mehreren Dutzend Nationen anwesend. Sie wurden bestialischen Folter- und Tötungsmethoden ausgesetzt: von Sklavenarbeit zu Folter und pseudomedizinischen Experimenten. Im Herbst 1941 begann der Bau des Lagers Birkenau, eines Ortes der Massenvernichtung der jüdischen Bevölkerung, im nahe gelegenen Brzezinka.

Aber das Böse siegte hinter dem Stacheldraht letztendlich nicht. Es mangelte nicht an Menschen, die bereit waren, die Lagerverschwörung zu gründen - unter ihnen waren auch Mitglieder des ersten Transports. Zum Symbol des Widerstands wurde der Häftling Nr. 4859 Witold Pilecki, der sich im September 1940 freiwillig in Auschwitz befand. Ein Weg zur Heiligkeit führte auch durch diesen schrecklichen Ort. Diesen Weg gingen auch der Priest Maximilian Maria Kolbe, der sein Leben für einen Mitgefangenen gab, und die heilige Theresia Benedikt, die deutsche Philosophin Edith Stein. " Wie viele Siege wurden hier errungen?" - Johannes Paul II. fragte, wann er 1979 an den Ort kam, an dem die "Prüfung für das Gewissen der Menschheit" noch immer im Gange ist und man mit Furcht daran denken muss, „wo liegen die Grenzen des Hasses".

Wir fragen uns immer wieder, wie es möglich ist, dass eine Nation, die die Werke Dürers und Bachs hinterließ, in Aachen und Köln Dome baute, ein solches Verbrechen begehen könnte. Diese Frage wurde von Gefangenen gestellt, und Jahre später versuchte der Papst aus Deutschland, Benedikt XVI, eine Antwort darauf zu finden. "Sie rütteln unser Gedächtnis auf, sie rütteln unser Herz auf. Nicht zum Hass wollen sie uns bringen: Sie zeigen uns, wie furchtbar das Werk des Hasses ist. Sie wollen uns zur Einsicht bringen, die das Böse als Böses erkennt und verneint; sie wollen den Mut zum Guten, zum Widerstand gegen das Böse in uns wecken. Sie wollen uns zu jener Gesinnung bringen, die sich in den Worten ausdrückt, die Sophokles der Antigone angesichts des Grauens um sie herum in den Mund gelegt hat: „Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da.“ sagte er, indem er in die Gesichter der Opfer schaute. Die folgenden Texte sollen diesem Zweck dienen.

 

Jarosław Szarek

Präsident des Instituts für Nationales Gedenken

 

 

 

 

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